Freitag, 22. Mai 2015

Ich fress' euren Dreck nicht, ich kotz' ihn euch vor die Füße!

Wie der Titel es bereits andeutet, bin ich sauer. Sehr. So liest sich dann auch dieser Text. Die meisten Links dienen als Grundlage und ich empfehle ihre Lektüre nur sehr bedingt. Teilweise sehr eklige Dickenfeindlichkeit. [CW] Im vorletzten Absatz, Erwähnung von Mobbing und Suizid. 

Es ist ja so, als dicke Frau, die sich weigert sich verschämt ganz unten in die Hierarchie von Körpern und Schönheit einzuordnen, die kein Interesse daran hat ihr Gewicht zu reduzieren, die sich nicht verstecken will, da passe ich einigen Leuten nicht in den Kram. Was fällt der Dicken ein? Hat sie das Memo nicht gekriegt? Doch hat sie. Jeden verdammten Tag immer wieder aufs Neue. Die Welt dreht sich quasi darum, dass dicke Menschen weniger werden sollen. Über sie können Witze gemacht werden, sie können beleidigt werden, in Schubladen gesteckt, ihr Gesundheitszustand ist öffentliche Debatte.

Dick ist doch schließlich krank, nicht wahr? Wissen wir doch alle. Sagen uns doch die Medien, die Werbung, die Forschung. Diabetesrisiko so und so viel erhöht. Mensch und die Knochen... Das kann doch nicht gut sein. Müssen wir ja alle zahlen. Scheiß fette Leute. Und dann sehen die auch noch so gar nicht perfekt aus. Tu ich zwar auch nicht, aber hey, immerhin quäle ich mich jeden Tag dafür, geht doch nicht, dass die sich einfach ohne das gut fühlen, gleich mal runter machen. Und jetzt denken die sich auch noch Fat Acceptance aus, nee das geht nun wirklich nicht. Gleich mal ausführlich aufdröseln warum das Unsinn ist. Dicke sind natürlich krank. Nicht alle. Aber generell schon. Doch sicher die meisten. Ja. ... Aber hey, ich hab doch gesagt, es sind nicht alle krank. Da ganz klein, seht ihr? Aber trotzdem ist es einfach un-ge-sund. Punkt. Das ist nun mal so. Alles andere ist nur die falsche Logik von faulen Fetten, die reden sich was ein. ICH weiß es besser. Ich hab abgenommen. Ich mach seit 2 Wochen Diät und alle sagen wie toll ich aussehe, also hab ich recht. Die können ja nur Studien verdrehen und dann erzählen sie noch die wären alle von der Diätindustrie finanziert, die machen sich doch was vor. Gleich mal einen Blogpost verfassen. ICH fühle mich ja schließlich unwohl, also breite ich das gaaaanz ausführlich aus, mit Formulierungen, die euch zeigen, wie eklig Übergewicht ist, bäh. Wenn ihr mich dann kritisiert, dann beklage ich mich fürchterlich, weil ihr mir ja vorschreiben wollt, was ich mit meinem Körper zu machen habe. Nicht umgekehrt. Neehee, ich darf euch sagen wie ungesund ihr seid und dass Fat Acceptance unnützer Mist ist, ich schreibe euch ja damit nichts vor, ich sage ja nur wie es ist.

Whoa, da ging es glatt mit mir durch. Ganz ernsthaft. Mein Problem mit der aktuellen "Debatte" ist ein ganz einfaches: Menschen, die sich selbst nicht mögen und abnehmen wollen, Menschen, die keine Ahnung haben und Menschen, die sich mehr oder weniger trauen zu sagen, dass sie ein Problem mit dicken Menschen haben, schreiben über Fat Acceptance. Das wäre ja an sich in Ordnung, wenn dabei eine sachliche Analyse von Aspekten der FA heraus käme. Was tatsächlich dabei herum kommt, sind reproduzierte Dickenfeindlichkeit, Stereotype, Vorurteile und viele eklige Menschen die begeistert Beifall klatschen, weil es den Fetten, die sich weigern klein bei zu geben, endlich mal wer zeigt. Wo doch die Medien eh schon alle auf Seiten der Dicken sind und nebenbei wird behauptet Fat Acceptance würde dünne Körper abwerten. Das ist keine Diskussion, das ist keine Analyse, das sind widergekäute Vorurteile und Dickenhass. Ja HASS. Dicke Menschen sehen sich täglich Hass ausgesetzt, wer so tut als stimme das nicht, will lieber nicht so genau hin schauen.

Mir wurde heute vorgeworfen, ich würde nur schwarz-weiß sehen und ja, in einem Punkt sehe ich nur schwarz-weiß. Wer meinen Aktivismus klein redet, wer meint er wäre nur Selbstbetrug, der hat von mir kein Vetständnis zu erwarten. Diplomatie hört da auf, wo ich meine Grundrechte und die aller anderen dicken und fetten Menschen nicht mehr verteidigen soll. Fat Acceptance ist keine fancy Modeerscheinung, sie ist wichtig, sie ist für mich sogar überlebenswichtig. Ja, das klingt dramatisch, aber ich wurde aufgrund meiner Figur schon sehr gemobbt, ich hatte praktisch keine Jugend deswegen, weil ich die meiste Zeit damit verbrachte Angst zu haben vor der nächsten Attacke. Weil ich bis kurz vor den Suizid gebracht wurde, von Menschen, die meinten dass ich das alles verdiene, weil ich dick war. JA, ich habe ein Problem damit, wenn Menschen Fat Acceptance ablehnen, weil sie damit nicht bei mir sind. Sie sind nicht auf meiner Seite. Klingt albern mit den Seiten? Nun, ich hab die Linie nicht gezogen, ich verteidige mich nur, meine nackte Existenz, die von allen Seiten angezweifelt wird. Fat Acceptance ist meine Rüstung und mein Schwert um mich zu wehren. Meint ihr euer Fat Shaming wäre gesund? Meint ihr, wenn ihr euren Ekel ausdrückt ist das gesund? Das verletzt Menschen, das schadet ihrer Psyche. Aber eigentlich sind euch die dicken Menschen auch egal, nicht wahr? Wenn sie vernünftig wären, würden sie ja schließlich ordentlich Diät halten und abnehmen und euch zustimmen. But let me tell you something:

Es geht euch nichts an, ob Dicke gesund sind, oder nicht, genauso wie es euch bei allen anderen nichts angeht. Ihr habt nicht das Recht, Menschen zu bevormunden, weil sie ein angeblich ungesundes Leben führen, während ihr selbst so tut, als wäre euch verboten worden Gewicht zu verlieren, wenn ihr das wollt. Das ist nicht wofür Fat Acceptance steht. Aber auch das ist euch ehrlich gesagt auch völlig egal, nicht wahr? Hauptsache drauf dreschen und Kritik völlig verdrehen und jammern, dass sich die "ollen hysterischen Kühe" wieder aufregen, nur weil ihr eine andere Meinung habt. Wenn eine "Meinung" diskriminiert oder Diskriminierung reproduziert ist sie eben keine einfache Meinung mehr sondern - Überraschung - Diskriminierung.

Klopft euch auf die Schultern wie ihr wollt, zieht die Fat Acceptance ins Lächerliche, macht sie schlecht, verbreitet euren Hass - wir gehen trotzdem nicht weg. If you're not with us, you can kiss my fat ass.

Kommentare:

  1. Ich wei? nicht so recht was ich sagen soll. Ich stehe mal hier und klatsche Applaus und werfe Blumen und Kusshände nach dir! :*

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  2. Ein wunderbarer Post! Genau so ist es. Und weißt du was? Den schlimmsten Hass gegenüber Dicken erlebe ich bei Dicken. Geh' mal in ein Forum für Dicke und schreibe dort, dass du dich wohlfühlst in deinem Körper - dann geht's rund.

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    1. Ich weiß was du meinst. Das Problem ist halt, dass viele, wenn sie jahrelang eingeimpft bekommen, wie falsch sie sind, das so verinnerlicht haben, dass sie das auch nach außen tragen. Sie sehen, dass sie sich selbst nicht wohl fühlen und übertragen das auf andere. Darum ist es so wichtig Gegenentwürfe zu liefern und zu zeigen, dass das Bild, das Medien und Gesellschaft meist vermitteln nicht alles ist.

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  3. Ja, das ist natürlich der Dreh- und Angelpunkt: Wie Menschen in ihren Körpern wohnen, geht alle anderen drum herum einen Scheißdreck an. Aber wer sich endlich mal um seinen eigenen Kram kümmern soll, sitzt halt leicht in der Klemme, wenn der eigene Kram, auf den man dann zurückgeworfen ist, eher unerträglich ist. Dass sich Menschen vom Fett anderer so "angegangen" fühlen, hat natürlich in der Hauptsache mit ihrer eigenen Begrenzung, Unreife, sowie mit überschäumenden Lebens- und Statusängsten zu tun. Das wissen wir im Prinzip, und trotzdem hilft das oft wenig, wenn man sich mal wieder einer Attacke der Dumpfbacken ausgesetzt sieht. Und wie du sagst: Die Angriffe kommen jeden Tag und aus jeder Richtung.

    Ich habe den Post mal verlinkt. Ich freu' mich immer so über dicke Wut! : )

    Liebe Grüße
    Nicola

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  4. Ich bin als Kind und Jugendliche auch auf Grund meines Gewichtes gemobbt worden. Das hat bis heute Auswirkungen. Danke für deinen Post!
    LG Pia

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  5. Chapeau, ich hätte es nich besser formulieren können.
    Ich finde dich wundervoll und verfolge dich für gewöhnlich eher still und leise, aber hier sind standing ovations angebracht dafür, dass du das aussprichst, was mir so tief in der Seele sitzt.
    Danke für diesen Post :)

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  6. Jessas... ich hab mich am Wochenende so über diese ganzen Idioten geärgert, dass ich den Post hier glatt verpasst habe. Ich ziehe an dieser Stelle meinen Hut vor dir. Die Wut, die ich nur zu gut kenne, so wunderbar zu kanalisieren und in Worte zu fassen gelingt nicht jedem.
    Danke, dass du das nicht nur für dich tust, sondern auch als Sprachrohr für die fungierst, die noch nicht so weit sind.

    *applaudier*

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  7. Ich stimme dir voll und ganz zu-es nervt. Ich muss mich für nichts rechtfertigen, schon gar nicht für meinen Körper. Und da steh ich auch zu :)

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  8. Ich verstehe deine Argumente gegen den Artikel der unter "Punkt" verlinkt ist nicht.
    Die Autorin des Artikel behauptet ja nicht, dass alle Dicken krank seien weil sie sich unwohl fühl. Sie behauptet, dass es ZAHLREICHE Studien gibt die beweißen, dass Dicke leichter an bestimmten Krankheiten erkranken.
    Ansonsten schreibt sie nur von sich selbst und ganz ehrlich: Es hat nichts mit Diskriminierung zu tun abnehmen zu wollen. Wenn sie sich dick nicht wohl fühlt, dann ist es wohl ihr Recht, auch ihr Recht darüber zu schreiben. Jemanden deswegen niederzumachen ist wohl auch nicht die feine Art.
    Nur weil man abnehmen will, heißt das nicht, dass man sich selbst nicht mag. Man möchte vielleicht einfach nur anders aussehen oder z.B einen Marathon laufen oder eifach nur fitter durch den Alltag kommen. Nur weil man sein Aussehen ändern will, muss man sich ja nicht gleich hassen.

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    1. "Ich verstehe deine Argumente [...] nicht."

      Offensichtlich nicht und mehr gibt es an dieser Stelle auch nicht zu antworten! :'D

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    2. "Nur weil man abnehmen will, heißt das nicht, dass man sich selbst nicht mag."
      Ist das nicht der Punkt?
      Das man abnimmt obwohl man mit sich zufrieden ist, ist doch nichts Gutes.
      Wenn ich mich verändern will, dann doch bitte nur weil ICH nicht zufrieden mit mir bin. Nicht aber weil mir eingeredet wird dass ich nicht mit mir zufrieden sein DARF.

      Kylie

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    3. @Kylie: Ich komme da ohnehin nicht mehr ganz mit. Einerseits sagen sie, dass Abnehmwunsch nicht bedeutet unzufrieden zu sein, andererseits wird unterstellt zufriedene Dicke würden sich nur selbst betrügen. Ja was denn nun?

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    4. @Kylie:
      Es gibt unendlich viele Gründe abzunehmen - oder eben auch nicht abzunehmen. Ob das oktroyierte, eingebildete, medizinische, vorgeschobene, ästhetische sind, ist dabei ja erstmal egal. Das muss jeder mit sich selbst ausmachen. Und sich selbst mögen, ist auch völlig unabhängig davon, ob man nicht an einigen Stellen doch was ändern möchte. Aus welchen Gründen auch immer. "Ich mag mich, würde aber gern Gitarre spielen können und lerne das jetzt." - da kommt doch auch keiner auf die Idee zu sagen "Gitarre zu lernen, obwohl du mit dir zufrieden bist, ist doch nichts Gutes".
      Und ja, Menschen die anderen Menschen sagen "du bist fett / schwarz / weiß / schwul / lesbisch, deshalb bist du schlecht / dumm / wertlos." gehört aufs Maul gehaun. PUNKT. Da diskutier ich gar nicht. Ich finde es nur sehr bedenklich, wenn es als unproblematisch dargestellt wird, dass unsere Gesellschaft immer übergewichtiger wird oder wenn Ärzte, die teils massives Übergewicht ihrer Patienten ansprechen, gleich zum Body-Shamer niedergemacht werden. Genauso wie Menschen die über ihre Abnehmen sprechen und auch sagen, dass es nicht einfach war und anstrengend ist, oft dann in eine Ecke gestellt werden mit Arschlöchern, die einfach nur auf dicken Menschen rumhacken wollen.
      Jede Person, die dick sein will, soll doch bitte dick sein. Jede Person, die es ändern will, doch aber bitte auch.

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    5. Du verkürzt, verdrehst und missverstehst (absichtlich?) ziemlich viel. Das finde ich bedenklich, aber auch sehr bezeichnend. Sich eine Fertigkeit anzueignen oder seinen Körper zu verändern sind völlig unterschiedliche Dinge.
      Es ist ebenfalls ein Unterschied, ob diet talk und (allgemein) abwertende Wortwahl kritisiert werden, oder DASS eine Person abnimmt und letzteres habe ich in der ganzen Diskussion nirgendwo gesehen, auch wenn es so gern behauptet wurde.

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    6. @anonym postender Mensch: Ich habe deinen letzten Kommentar nicht frei geschaltet, weil ich das Gefühl habe, dass du (bewusst oder unbewusst) Dinge verdrehst und derailst. Du willst Dinge diskutieren, die von mir so weder in diesem Post noch woanders geschrieben wurden, aber beharrst darauf, dass ich deine Argumente nicht verstünde. Das ist keine Diskussionsgrundlage, darum macht es auch keinen Sinn weiter darüber zu diskutieren.

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    7. Ich hoffe diese Anonym Posterei verwirrt nicht zu sehr - von mir stammt der Ausgangskommentar, alles andere ist nicht von mir, nur soviel dazu :)
      ""Nur weil man abnehmen will, heißt das nicht, dass man sich selbst nicht mag."
      Ist das nicht der Punkt?
      Das man abnimmt obwohl man mit sich zufrieden ist, ist doch nichts Gutes."

      Ich bin mit mir zufrieden und mag mich. Ich kann mich im Spiegel betrachten ohne mir zu denken "Ich hasse meinen Körper" (soll ja Menschen geben denen geht es so, ich sage es gleich - nein ich unterstelle das hier niemaden) und trotzdem will ich noch abnehmen.
      Weil ich fitter sein möchte. Ich möchte vielleicht mal einen Halbmarathon laufen, ich möchte auf jedem Fall einen Bus erwischen können, wenn ich zu spät dran bin, auch wenn ich dafür sprinten muss und ich persönlich finde es eben auch attraktiver. Also möchte ich eben auch MEIN PERSÖNLICHES Schönheitsideal erreichen. Daran ist doch nichts Schlechtes.

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    8. Ich sehe da Unzufriedenheit mit der Fitness und auch Unzufriedenheit mit dem Körper, wenn das Schönheitsideal oder ein anderes Attraktivitätslevel noch erreicht werden muss.
      Mir ist es herzlich egal wer wieviel und warum abnehmen will, das war auch hier nie (!!!) Thema und ich erteile auch keine Absolution über verschiedene Motive für Gewichtsverlust. Es gibt wenig langweiligeres als diet talk. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was du von mir hören willst, du hast ja offensichtlich nichts von dem verstanden, was ich geschrieben habe, sonst würdest du mir nicht mit angeblichen Beweisen kommen. Außerdem willst mir aus irgendeinem Grund aber dringend beweisen, dass du dich ja total okay findest, erzählst aber auch vom ungesunden Dicksein und vom attraktiver werden, das passt vorne und hinten nicht zusammen und hat rein gar nichts mit dem zu tun, was ich geschrieben habe. Also bitte, wenn du was kommentierst, versuche wenigstens zu verstehen worum es geht, so schwer ist das nicht.

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  9. Der Punkt ist doch der, dass es niemanden anderen etwas angeht, ob Leute abnehmen oder nicht und dass man sich gefälligst am Riemen reißen soll, bevor man in Bewertungen ausbricht. Wenn jemand sehr dünn ist und zunehmen will habe ich das zu akzeptieren und wenn jemand sehr dick ist und abnehmen will habe ich das zu akeptieren und wenn jemand egal wie dick ist und nicht abnehmen will habe ich das zu akzeptieren. Es ist nicht mein Bier, es ist nicht meine Aufgabe, Ferndiagnosen zu stellen, andere mit meinem Halbwissen oder meinem Urteil oder meiner Ablehnung zu überschütten. Das ist doch hier der Punkt - dass über alle, die nicht einer gewissen Körpernorm entsprechen, ein mediales Fass an Häme ausgegossen wird - gerne auch noch durch irgendwelche halbseidenen "wissenschaftlichen" Studien untermauert - und damit auch ein gesellschaftlicher Tenor entsteht, der es jede/r/m erlaubt, sein kleines Scherflein an Häme dazuzugießen ohne sich bis in den Boden hinein zu schämen. Ich glaube, Leute, die der Norm halbwegs entsprechen, können sich gar nicht vorstellen, was für Häme da tagtäglich ausgegossen wird - weil sie ja nicht die Adressaten sind. Ich plädiere wirklich für Anstand und Herzensbildung und deshalb eine Art Selbsterziehung dazu, sich Urteile und Ratschläge und was weiß ich abzugewöhnen, es sei denn, man wird gebeten, sich zu äußern.

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  10. Liebe Alex,
    du hast einen ganz wundervollen Beitrag geschrieben!!! Ich habe eben auch auf die Links geklickt und mir teilweise durchgelesen was die so schreiben! Zum Teil als hätten wir es uns ausgesucht dick zu sein und nur aus Bosheit dick bleiben! Schließlich müssen wir nur aufhören Fett, Zucker und Fleisch zu fressen und eine Diät machen um von unserem Dick-sein geheilt zu werden!!! Welch eine revolutionäre Idee!!!
    Tatsache ist, dass wir Übergewichtigen nur 3 Möglichkeiten:
    1)um schlank zu sein und zu bleiben ( in den meisten Fällen) dauerhaft "auf Diät" leben ... Womöglich mit Magenband! Und das schaffen nur die wenigsten! Hat aber auch mit Verlust von Lebensqualität zu tun, finde ich!
    2) so leben wie bisher. Sich nicht richtig wohl fühlen. Immer wieder versuchen abzunehmen. Dann klappt es doch nicht auf Dauer .. Frust ... Schlechtes Gewissen! ... Bla bla bla ... Wir kennen das ja!
    3) akzeptieren, dass man so ist wie man ist! Sich selbst mögen und schön finden!

    Ich habe lange Zeit wie in Punkt 2 gelebt und bei meiner Mutter und meinen Tanten ihre ewigen Diäten und Rückschläge mitbekommen! Seit kurzem versuche ich mich mehr mit mir selbst anzufreunden und zu akzeptieren, dass ich so wie ich bin auch bleiben werde. Was nicht immer leicht ist weil der Gedanke "ich werde ja noch schlank wenn..." sich nicht so Leicht vertreiben lässt!
    Es ist ganz entscheidend, dass ich weiß ich bin dick und werde es wahrscheinlich bleiben. Nun muss ich mich entscheiden ob ich mich dafür entscheide unglücklich oder glücklich damit zu leben!!!
    Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen, dass Menschen es einem nicht gönnen glücklich zu sein! Hab auch schon gehört, dass die schlanken in die Krankenkasse einbezahlen und die dicken mitfinanzieren weil die öfter krank sind! So ein Schwachsinn! Dann müssen wir uns auch über Raucher, Trinker, Motorradfahrer,....beschweren!
    Ich mach jetzt mal Schluss, sonst gibt's kein Ende!
    Du bist eine coole Socke,
    schreibst super Beiträge und ich möchte dir danken, dass du dich für uns einsetzt!!!
    Liebe Grüße
    Valentina

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  11. Sehr toll geschrieben! Kompliment!

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